Venedig im Schnee: Das Intendanten-Team des “Theater Ab Hof” im Interview
David Czifer, Clemens Fröschl und Samantha Steppan über das Stück.
© Fabian Steppan
Auf diese gleichnamige, moderne Komödie von Gilles Dyrek darf man sich im Konzerthof Mödling freuen. Wir fragen das Intendanten-Team David Czifer, Clemens Fröschl und Samantha Steppan.
David, Ihr habt im Vorjahr gemeinsam die Intendanz des THEATER/AB/HOF übernommen. Wie startet Ihr nach dem großen Erfolg von „Der Gott des Gemetzels“ 2025 in die heurige Saison?
David: Mit großer Vorfreude auf den Sommer! Die Proben sind schon im vollen Gang und wir arbeiten fleißig daran, dass die Vorstellungen gut über die Bühne gehen.
Warum habt Ihr euch für Dyreks Meisterwerk „Venedig im Schnee“ aus dem Jahr 2003 entschieden?
Clemens: Wir waren wieder auf der Suche nach einer modernen Komödie, die nebst viel Witz auch unser gesellschaftliches Miteinander behandelt. Da ist uns „Venedig im Schnee“ in die Hände gefallen, das Stück eignet sich perfekt für den Konzerthof und garantiert einen unvergesslichen Sommertheaterabend!
Ist das Stück in seiner gesellschaftskritischen Relevanz nicht aktueller denn je…
Samantha: Ja, das stimmt. Gilles Dyrek entlarvt in seiner bissigen Komödie nicht nur so einige gängige Vorurteile, sondern zeigt mit treffsicherem Witz, wie schnell Höflichkeit zur Heuchelei werden kann.
Wie schafft Ihr es dennoch, Themen wie Vorurteile und Heuchelei in einer so lustigen Komödie auf die Bühne zu bringen?
David: Wir haben es uns zur Aufgabe gesetzt Theaterabende zu kreieren, die einerseits zum Lachen einladen, andererseits aber auch nie die gesellschaftliche Relevanz verlieren. Wir möchten die Möglichkeit offenlassen, sich in den Figuren vielleicht selbst zu erkennen und mit einer Anregung oder einem neuen Gedanken nach Hause zu gehen.
Was ist das Einzigartige an euren Festspielen?
Clemens: Uns ist die Beziehung zu den Zuseherinnen und Zusehern sehr wichtig. Unser Spielort, der wunderschöne Konzerthof, ist ein total intimer Raum, in dem ein starker Kontakt zum Publikum besteht.
Samantha: Das ist wirklich etwas Besonderes. Niemand sitzt weiter als zehn Meter von der Bühne entfernt, man ist also ganz nah an den Spielenden dran.
Vom 27. Juni bis zum 25. Juli 2026, alle Infos auf www.theaterabhof.com
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