© Alexandra Bruckböck
Kunst ist für Gerda Ridler, künstlerische Direktorin der Landesgalerie NÖ in Krems, die Bereicherung ihres Lebens.
Gerda Ridler im Wordrap über ihren Job und ihre Liebe zur Kunst
Seit 2022 ist Gerda Ridler als künstlerische Direktorin der Landesgalerie NÖ für zahlreiche Ausstellungen verantwortlich. Doch ihre Leidenschaft für Kunst machte die Kunsthistorikerin, Kulturmanagerin und gerichtlich beeidete Kunstsachverständige erst spät zu ihrem Beruf. Denn vor ihrem Kunstgeschichte-Studium, das sie mit 28 begann, arbeitete sie als Flugbegleiterin bei der Deutschen Lufthansa AG und als Catering Manager bei Lauda Air. Sich danach für die Kunst zu entscheiden, war für Gerda Ridler „eine der besten Entscheidungen in meinem Leben“. In ihrem fünften und damit letzten Jahr an der Landesgalerie will sie die inhaltlichen und kuratorischen Schwerpunkte ihrer Arbeit für das Museum noch einmal in besonderer Weise sichtbar machen: Vier neue große Ausstellungen widmen sich starken weiblichen künstlerischen Positionen aus verschiedenen Generationen, Medien und Kulturen.
Mein Motto … Ich halte es wie die Architektin Zaha Hadid: „There are 360 degrees – so why stick to one?“
An meinem Job liebe ich … dass Leidenschaft für Kunst hier kein Luxus, sondern Voraussetzung ist.
Kunst bedeutet für mich … Bereicherung meines Lebens. Die Beschäftigung mit ihr verfeinert die Sinne und hält den Geist wach.
Als künstlerische Direktorin der Landesgalerie in Krems habe ich gelernt … wie vielstimmig, reich und mutig die Kunstlandschaft in Niederösterreich ist.
Mein Lieblingskünstler, meine Lieblingskünstlerin ist … immer die oder der, mit dem oder der ich gerade arbeite – neben einer Fülle weiterer Künstlerinnen und Künstlern von der Gotik bis zur zeitgenössischen Kunst.
Eine gute Ausstellung muss … Geschichten erzählen, Freude bereiten, inspirieren, berühren und Erkenntnis ermöglichen.
Die Kunstmeile Krems ist für mich … ein Ort der Begegnung und des Diskurses, der unserem Publikum vielfältige Begegnungen mit Kunst eröffnet.
Wenn ich durch ein Museum gehe … blicke ich auch institutionell: auf Hängung, Gestaltung, Beschriftung, Ambiente und Atmosphäre.
Inspiration hole ich mir … in der Natur, auf Reisen, durch Lektüre, Gespräche sowie Atelier- und Ausstellungsbesuche.
Richtig stolz bin ich auf … die überregionale Ausstrahlung der Landesgalerie Niederösterreich und den großen Zuspruch von Publikum, Presse und der Künstlerschaft.
Weibliche Kunstgeschichte und Frauen in der Kunst sichtbar zu machen ist mir ein Anliegen, weil … sie viel zu lange übersehen wurden und die Geschichte der Kunst ohne sie unvollständig und lückenhaft bleibt.
Für mein letztes Jahr in der Landesgalerie NÖ wünsche ich mir … ein weiteres erfolgreiches Jahr für das Museum – mit vier neuen Ausstellungen und nachhaltiger Resonanz.
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