Editorial: Starke Frauen
"Frauen von heute warten nicht auf das Wunderbare – sie inszenieren ihre Wunder selbst“
© Ana Mrvelj
“Frauen von heute warten nicht auf das Wunderbare – sie inszenieren ihre Wunder selbst“, fasste Schauspielerin Katharine Hepburn zu ihrer Zeit die Stärke und Entschlossenheit, die uns Frauen weltweit auszeichnet, schon treffend zusammen. Wir sind mutig, kreativ, empathisch, widerstandsfähig, willensstark – die Liste ist lang. Von der Wissenschaft bis zur Kunst, von der Politik bis zur Wirtschaft – Frauen haben unermüdlich daran gearbeitet, Barrieren zu überwinden und neue Wege, nicht nur für sich selbst, sondern vor allem auch für die kommenden Generationen zu ebnen.
Frauen von heute warten nicht auf das Wunderbare – sie inszenieren ihre Wunder selbst!
Katharine Hepburn
Zum Weltfrauentag am 8. März widmen wir diese Ausgabe den tollen Frauen unseres Landes: Von Cover-Star Valerie Huber, die sich neben ihrer Schauspielkarriere auch als Aktivistin für soziale Ungleichheit und Klimaschutz engagiert, über Anna Kaiser, eine erfolgreiche Frau beim Bundesheer, bis hin zu Sängerin Ethel Merhaut und Opernstar Daniela Fally.
Die eigenen Wunder inszenieren
Doch während wir die Erfolge würdigen, erinnert uns der Weltfrauentag auch daran, dass noch viel zu tun bleibt und wir weiter gemeinsam für eine Welt arbeiten müssen, in der jede Frau die Möglichkeit hat, ihre eigenen Wunder zu inszenieren. Sei es durch die Unterstützung von Frauen in Führungspositionen, die Förderung von Bildung für Mädchen oder das Bewusstmachen von Ungleichheiten – jeder von uns kann einen Unterschied machen. Ich darf Ihnen dazu unsere Artikel zum Thema „Mental Load“ (S. 66) und „Was Frau sein kostet“ (S. 68) besonders ans Herz legen.
Liebe Leserinnen und Leser, lasst uns nicht nur diesen, sondern jeden Tag nutzen, um die Stimmen von Frauen zu verstärken, die oft ungehört bleiben, und um die Geschichten derer zu erzählen, die den Weg für kommende Generationen ebnen. Denn die Zukunft ist weiblich. Und gemeinsam können wir eine Welt schaffen, in der Gleichberechtigung nicht nur ein Ziel, sondern eine gelebte Realität ist. Um es mit den Worten von Valerie Huber auf die Frage, wie sie selbst ihr Cover betiteln würde, zu sagen: „Frauen, traut euch!“
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