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Diese Bücher stehen im Juni ganz oben auf unserer Leselist: Wir haben tolle Buchtipps für euch!
Buchtipps im Mai
Neues aus und rund um Niederösterreich.
1. Die letzten Tage
… von Ingeborg. Im Sommer 1971 fahren Ingeborg und Fleur in einem roten Alfa Romeo von Rom aus an die toskanische Küste. Der Plan ist einfach: einen Monat zusammen verbringen… Die international gefeierte Autorin Fleur Jaeggy erinnert sich in einer zärtlich erzählten Prosa an Ingeborg Bachmann, ihre Weggefährtin, langjährige Freundin (und große Liebe?), an das viel zu wenige gemeinsame Leben, an lichte, unbeschwerte Nähe und an das tragische Ende Ingeborgs mit 47 Jahren.

Fleur Jaeggy, Suhrkamp Verlag, € 16
2. Bruchlinine
Der Lungenfacharzt und Sachbuchautor widmet sich in seinem literarischen Debüt den Rissen, die entstehen, wenn Krisen Gewissheiten zerbrechen lassen: dem Ausnahmezustand während der Pandemie. Was ist, wenn Nähe und Gemeinschaft plötzlich zur Bedrohung werden? Zwischen Klassenzimmern, Homeoffice und Videokonferenzen füllen sich die Tage mit Leere – bis ein Ereignis den fragilen Alltag in Gefahr bringt. Ein Blick auf eine Zeit, die uns alle verändert hat.

Gernot Rainer, Kremayr & Scheriau, € 25
3. Ciao Jesolo
Ein lauer Sommerabend in Jesolo Pineta: Auf einem Glamping-Platz feiern alte Klassenkameraden ausgelassen ihr 30-jähriges Jubiläum. Schönheitschirurgin Annina Ponti flirtet, stichelt und zieht wie in alten zeiten alle Blicke auf sich. Wenige Stunden später wird sie tot am Strand aufgefunden. Commissario Vialli und die Journalistin Ambra Santoro nehmen die Ermittlungen auf. Unter der Sonne Jesolos zeigt sich: Schönheit hat ihren Preis – und manche Geheimnisse.

Nadia Weiss, Gmeiner, € 14
4. Tödlicher Coup am Montmartre
Der niederösterreichische Bestseller-Autor Christian Schleifer nimmt uns unter seinem Pseudonym abermals in die pittoresken Straßen des Montmartre: Im Grand Palais wird die große Monet-Jubiläumsausstellung gefeiert. Während der Champagner in der Premierennacht fließt, wird Paris zur Bühne für ein ganz anderes Spiel: Internationale Kunstdiebe messen sich in einem geheimen Wettstreit – Ziel ist es, ein millionenschweres Werk aus der Ausstellung zu stehlen. Der Einsatz ist hoch – und der Preis tödlich …

René Laffite, Gmeiner, € 17
5. Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs
Das Wellnesshotel „Perfekt“ an der Rax hat seine Glanzzeiten nicht nur hinter sich, sie liegen irgendwo zwischen der defekten Sauna und der bröckelnden Fassade begraben. Die Angestellten halten die Gäste mit Improvisationstalent bei Laune – bis der Hotelchef Felix plötzlich ermordet im Garten liegt. Ein schlechter Zeitpunkt? Definitiv! Ein mörderisch komischer Mix aus Krimi, Katastrophe und bitterbösem Humor, und ein Aufenthalt, den niemand vergisst. Check-out ungewiss!

Theresa und Joseph Prammer, Haymon, € 16,90
6. Editor’s Choice von Angelica Pral-Haidbauer: Liebe & Macht

Die Bedeutung von Friedenskonferenzen und Friedensabkommen ist aktueller denn je. Aus diesem Grund wirft die Autorin einen Blick auf eines der bedeutendsten Treffen, bei dem sich von September 1814 bis zum Juni 1815 ganz Europa versammelte, um nach der Niederlage Napoleons den Kontinent neu zu gestalten: den Wiener Kongress, der weit mehr war als ein diplomatisches Treffen. Er war ein gesellschaftliches Großereignis, ein Machtspiel und eine Bühne für Persönlichkeiten, deren Einfluss lange unterschätzt wurde. Entschieden räumt das Buch mit Klischees rund um die Rolle der Frauen auf: Der Wiener Kongress war eben nicht nur von Kurtisanen und „Gspusis“ im Dunstkreis der Mächtigen geprägt. Vielmehr agierten sie als eigenständige politische Kräfte, sie vernetzten Akteure, steuerten Informationen, beeinflussten Entscheidungen und wirkten als unverzichtbare Beraterinnen der führenden Diplomaten. Unterreiner macht sichtbar: Die Macht am Wiener Kongress war auch weiblich!

Katrin Unterreiner, Ueberreuter, € 26
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