Das Team der neuen Rex-Serie

Rex is back: Der Polizist auf vier Beinen kommt zurück ins TV!

Schauspieler Daniel Langbein im Interview

6 Min.

© ORF/SAT1/MR Film/Anjeza Cikopano

Endlich ist es soweit! Der treue Vollblutpolizist auf vier Pfoten kehrt in sechs neuen Folgen zurück auf unsere TV-Bildschirme. Mit dabei in Folge vier der Lite-Crime-Geschichten in Spielfilmlänge sind Daniel Langbein und Birgit Minichmayr. Gedreht wurde im Südbahnhotel am Semmering. Wir haben den Niederösterreich Daniel Langbein zum Interview getroffen.

Rex kehrt zurück auf die TV-Bildschirme

Es war vor dreißig Jahren, als der Deutsche Schäferhund die Herzen von Millionen Zusehern eroberte. Die Erfolgsgeschichte, in der die Schauspieler Tobias Moretti, Karl Markovics, Wolf Bachofner, Gedeon Burkhard und Alexander Pschill an der Seite der pfiffigen Spürnase die Wurstsemmeln fliegen ließen, wurde in 150 Ländern ausgestrahlt und in Vietnamesisch, Mandarin und Ungarisch übersetzt. Einige Länder versuchten sich sogar an eigenen Adaptionen. Seit die Originalserie 2004 abgesetzt wurde, warten Fans sehnlich auf ein Comeback des Polizeihundes Reginald von Ravenhorst, genannt Rex.

Das neue Team

Maximilian Brückner schlüpft in den neuen Episoden in die Rolle des Kommissars Max Steiner, Ferdinand Seebacher spielt den Inspektor Felix Burger. Zusammen mit ihrer Chefin Doris Golpashin als Major Evelyn Leitner navigieren sie durch ein Netz aus Intrigen, Nachbarschaftsstreit und historischen Geheimnissen. Komplettiert wird das Team durch den Pathologen Dr. Tom Wippler, gespielt von Alfred Dorfer. Die gelebte Tradition in den bisher 214 Episoden von Kommissar Rex, bekannte Schauspieler, wie u.a. Senta Berger, Christiane Hörbiger oder Veronica Ferres als Gastdarsteller auftreten zu lassen, wird ebenfalls fortgeführt. In Folge Vier wird dies der beliebte niederösterreichische Schauspieler Daniel Langbein sein. Wir fragen nach…

Daniel, warst auch du ein Kommissar Rex-Fan?

Ja, das kann man so sagen. Ich war in der Volksschule, als die erste Staffel rauskam, und das war das erste Mal, dass ich unter der Woche länger aufbleiben und fernsehen durfte. Im Nachhinein betrachtet ist das wahrscheinlich meine erste prägende filmische Erinnerung. Natürlich war der Hund total faszinierend, diese Kommunikation zwischen Mensch und Tier und natürlich die fliegenden Wurstsemmeln. Und diese Spannung, die in Krimis steckt, wenn sie gut gemacht sind. Das erlebt man als Kind noch viel intensiver.

Schauspieler Daniel Langbein mit Rex
© Privat

Mit welchen Gefühlen bist du zu zum Dreh gegangen?

Mit einem guten Gefühl! Maximilian Brückner und Ferdinand Seebacher kannte ich schon von früher, da habe ich mich sehr auf das Wiedersehen gefreut. Und dann ist überraschend Birgit Minichmayr noch zu der Folge dazugekommen, als meine Verlobte im Film. Das war wirklich ein Geschenk und eine sehr schöne Begegnung. Sie hat eine große Ausstrahlung und ist gleichzeitig eine sehr angenehme Kollegin und ein warmherziger und neugieriger Mensch. Wir hatten im Grunde ein Hauptmotiv, das Südbahnhotel und konnten dadurch sehr kompakt drehen. So sind sehr intensive Tage und Wochen aufeinander gefolgt. Die Arbeit war konzentriert, aber auch sehr lustig und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war wirklich gut. 

Kommissar Rex wird ja auch vom Land Niederösterreich gefördert, sozusagen ein Heimspiel für dich…

Ja, ich bin Wahlniederösterreicher und habe mich mittlerweile wirklich gut in unserer Gemeinde eingelebt und habe dort sehr offene und herzliche Menschen kennengelernt. Ich genieße es außerdem sehr, viel Zeit hier in der Natur und in der Ruhe zu verbringen. Die Rollenvorbereitung mache ich großteils von zu Hause: Recherche, wieder und wieder das Drehbuch lesen, ausprobieren, improvisieren, einfach möglichst viel von der Welt der Rolle aufsaugen. Das passiert hier. Insofern fühlt sich ein Dreh in Niederösterreich für mich wirklich ein bisschen wie ein Heimspiel an.

Wie hast du die Dreharbeiten am Semmering erlebt?

Der Winter hatte sich gerade mit dem ersten Frost angekündigt, es war eiskalt und wolkenverhangen. Insgesamt eher eine düstere Stimmung. Gleichzeitig hat das Grand Hotel mit seiner Geschichte und seiner Strahlkraft sofort eine Tür zu einer großen Vergangenheit aufgemacht. Man spürt das bei jedem Schritt, den man dort macht. Da meine Rolle im Film der Intendant eines Theaters in diesem Haus ist, fühlte sich das manchmal fast ein bisschen wie mein Haus an. Das war ein schönes Gefühl (lacht). Ein wirklich besonderer Ort, von dem ich sehr hoffe, dass er weiterhin belebt wird und seine Kraft und Schönheit entfalten kann. 

Die Folgen sind sogenannte Lite-Crime-Storys mit Spannung und viel Emotion, bei denen eigentlich immer das Gute gewinnt. Sind es genau diese Geschichten, die wir in Zeiten wie diesen so gerne sehen?

Ich glaube, dass wir eigentlich zu jeder Zeit eine Sehnsucht nach Geschichten haben, in denen wir mit den Menschen darin in Verbindung treten können. Für mich ist das der Kern unserer Arbeit, diese Verbindung herzustellen. Und wenn das, wie bei Kommissar Rex oft, mit Humor und einer gewissen Leichtigkeit passiert, mag ich das. Unsere Folge erzählt aber auch eine ziemlich düstere Geschichte und nimmt sich da vielleicht ein bisschen heraus. Auf diese Mischung bin ich sehr gespannt.

Du spielst in vielen Filmen und TV-Serien. Wann ist eine Aufgabe für dich reizvoll?

Immer dann, wenn ich die Lebenswelt eines Menschen ergründen und erleben darf. Besonders schön ist es, wenn ich ein Drehbuch lese, das mich fängt und nicht mehr loslässt. Wenn ich sofort ahne, dass da eine Rolle geschrieben ist, bei der nicht sofort alles klar ist und ich nach und nach entdecken kann, mit welchen Facetten meiner eigenen Persönlichkeit das in Berührung kommt. Und dann ist entscheidend das Zusammenspiel mit Regie und Kolleginnen und Kollegen. Davon hängt viel ab, wie tief man in eine Geschichte eintauchen kann und wie stark am Ende auch das Publikum mit den Figuren in Verbindung geht.

Basierend auf den Erinnerungen deines Großvaters Hermann Langbein hast du Theaterstücke und den Kurzfilm „Lebenslang“ entwickelt. Wie wichtig ist für dich dieser Teil deiner Arbeit?

Mein Opa hat, wie viele Menschen seiner Zeit, furchtbare Dinge erlebt. Gleichzeitig hat er, anders als viele andere, sehr offen darüber gesprochen und geschrieben. Für mich als Enkel ist das ein großes Privileg, weil ich dadurch einen persönlichen Zugang habe. Ich glaube, dass sich manches von dem, was Menschen erleben, auch in den nächsten Generationen einprägt. Die Frage „Wer bin ich?“ hat deshalb auch mit dieser Geschichte zu tun. Insofern ist diese Auseinandersetzung für mich ein wichtiger Baustein meiner eigenen Entwicklung, eigentlich schon seit der Schauspielschule.

Ein kleiner Ausblick auf folgende Projekte?

Eine Sache an meinem Beruf – den ich sehr liebe und den ich gegen nichts eintauschen würde – ist, dass man oft nicht weiß, was als nächstes um die Ecke kommt. Das kann manchmal aufreibend sein, aber auch sehr schön, wenn plötzlich eine tolle Aufgabe auftaucht. Wenn zum Beispiel aus Begegnungen gemeinsame Projekte werden oder ein unerwartetes Angebot im Posteingang liegt. In diesem Fall habe ich das Glück, schon zu wissen, was kommt: Demnächst darf ich eine schöne kleine Liebesgeschichte spielen, gemeinsam mit Fanny Krausz.

Die sechs neuen Episoden des ORF/SAT.1-TV-Kultkrimis starten am 13. April 2026 auf ORF 1 und ORF ON, jeweils montags um 20.15 Uhr, die Folge vier wird am 4. Mai 2026 gesendet.

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